Universität Erlangen-Nürnberg
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Auswirkungen atypischer Beschäftigung

Der Anteil klassischer Normalbeschäftigungsverhältnisse geht zurück, während der Anteil atypischer Beschäftigungsformen zunimmt. "Atypische Beschäftigung" umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Arbeits- und Beschäftigungsformen, denen ihre Abweichung vom Modell der Normalbeschäftigung als abhängige, vollzeitige und dauerhafte Beschäftigung mit geregelten Normalarbeitszeiten, sowie kontinuierlichem Entgelt und Bestandsgarantien gemein ist. Hierunter fallen befristete Beschäftigungsverhältnisse und Teilzeit­arbeits­plätze ebenso wie freie Mitarbeit, Saison­arbeit, Zeitarbeit oder geringfügige Beschäftigung. Mit der Flexibilisierung und Deregulierung des Arbeitsmarktes und der zunehmenden zahlenmäßigen Bedeutung der atypischen Beschäftigung ist jedoch ein hoher Anpassungsdruck auf Seiten der Mitarbeiter entstanden. Es ist festzustellen, dass immer mehr individuelle Erwerbsbiographien durch eine Abkehr von traditionellen Karrieren hin zu Phänomenen wie "boundaryless careers" oder "diskontinuierliche Karrieren" gekennzeichnet sind. Sicherheit und Beschäftigungsgarantien treten für die Beschäftigten dabei zu Gunsten der individuellen Arbeitsmarktfähigkeit in den Hintergrund, übertragbare Metakompetenzen gewinnen gegenüber unternehmensspezifischem Wissen an Bedeutung. Für die Analyse der Auswirkungen atypischer Beschäftigung auf die Individuen stellt sich daher die Anforderung, die sehr unterschiedlichen Erfahrungen und Motive der verschiedenen Beschäftigtengruppen spezifisch zu berücksichtigen. Ziel ist es, die Auswirkungen von Flexibilisierung und Virtualisierung der Beschäftigung auf die Mitarbeiter-Organisations-Beziehungen zu untersuchen und auf diese Weise einen Beitrag dazu zu leisten, das Wesen der Beziehung zwischen Organisationen und ihren Mitarbeitern besser verstehen zu können.

Ansprechpartnerin: Nathalie Galais

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02.04.2015